DIE GRUPPE

Um die Jahrtausendwende glich unser wunderschönes Westfalenstadion eher einer Oper als einem Fußballtempel. Die Stimmung wurde immer schlechter, die berüchtigten BVB Schlachtenbummler konnten sich kaum mehr aufraffen zu Auswärtsspielen zu fahren und der vielzitierte Mythos Südtribüne lebte eigentlich nur noch von seinem Ruf aus vergangenen Tagen.
Schon Ende der neunziger Jahre hatten die wenigen noch aktiven BVB-Fanclubs (z.B. Away Sups Werdohl, Ambassadors, Borussen Bulldogs) diese Entwicklung erkannt und versuchten durch die Gründung des „Stammtisches aktiver BVB-Fans“ dem ständigen Verfall entgegenzuwirken. Im Januar des Jahres 2001 gründete sich aus dieser Versammlung dann der unabhängige Überbau THE UNITY – Supporters Dortmund. Damals war noch vorrangig darauf bedacht die Südtribüne zu reanimieren und durch kreative, eigene Gesänge und neue optische Elemente wie zum Beispiel Doppelhalter und kleinere Choreographien der Fanszene neues Leben einzuhauchen. Ein weiteres zentrales Anliegen bestand darin, auch auswärts endlich wieder als BVB-Fans präsent zu sein. Daher wurden zunächst strenge Regeln für alle Mitglieder aufgestellt – so musste man mindestens zehn BVB Auswärtsspiele besuchen – was dazu führte, dass sich nach und nach ein verschworener harter Kern herauskristallisierte.
Schon bald war aber klar, dass unsere Auffassung von bedingungsloser Unterstützung der Mannschaft gerade in Dortmund viele unorganisierte Fans ansprechen sollte, weswegen wir im Jahre 2002 die Aufnahmebedingungen lockerten und uns erstmals für die breite Masse öffneten. Schon bald erhielten wir regen Zuspruch, gerade von jugendlichen BVB Fans, und konnten uns in der Zukunft auf der Südtribüne etablieren. Schon bald stellten wir unseren eigenen Vorsänger und gelten seitdem als der Motor der Tribüne. Unser exponiertes Auftreten und der stetige Zulauf neuer junger Leute sorgte natürlich auch dafür, dass im Laufe unserer Entwicklung auch andere Stilmittel der Ultrábewegung adaptiert wurden und wir schon recht früh, als die führende Ultrágruppierung in Dortmund angesehen wurden.

Auf der Tribüne entwickelten wir uns prächtig, immer mehr Fans konnten von unseren Ideen begeistert werden, immer anspruchsvoller wurden unsere neuen Projekte. Gerade unsere Choreographien lassen auch den neutralen Betrachter erahnen, wie weit es mit der Dortmunder Fanszene bergauf gegangen ist. Haben wir mit sehr kleinen Aktionen in unserem Bereich begonnen, haben wir mittlerweile diverse Papptafelchoreos auf den Sitzplatztribünen durchgeführt und sind mittlerweile in der Lage riesige Aktionen – auch mit beweglichen Elementen – im gesamten Stadion durchzuführen. Ein wesentlicher Schritt hierbei war sicherlich die Schaffung der „Gelben Wand – Südtribüne Dortmund“, die in Anlehnung an unsere 2500 Doppelhalter beim Saisonabschluss 2004/05 der Südtribüne eine eigene Identität gegeben hat. Zahlreiche einflussreiche alte und neugegründete Fanclubs sind diesem Aktionsbündnis beigetreten und unterstützen unsere Ziele in jeder Hinsicht. Auch können wir so auf kurzem Dienstweg Missverständnisse ausräumen und auf Probleme reagieren, so dass der Zusammenhalt auf der Tribüne so gut ist, wie vielleicht noch nie. Unser ureigenes Ziel eine bessere Stimmung im Westfalenstadion zu schaffen, haben wir natürlich nicht aus den Augen verloren und wähnen uns dank dieser Maßnahmen auf einem guten Weg. Zwar ist natürlich nicht alles Gold, was glänzt, aber zwischen der heutigen Atmosphäre und den Totentänzen von zehn Jahren liegen mittlerweile Welten. Wir werden den Dortmunder Weg konsequent weitergehen, bis jeder Gegner ob der Dortmunder Stimmgewalt erzittert!
Auch abseits des Platzes machten wir uns einen Namen als kritische Opposition zum teilweise äußerst undurchsichtigen Handeln im Verein. Auf den damals noch regelmäßig durchgeführten Fandelegiertentagungen stellten wir schnell eine große Anzahl der Anwesenden und es gelang uns nicht selten, die Pläne des Vorstands zu hinterfragen und diesen auch in Verlegenheit zu bringen. Im Zuge der Beinahe-Insolvenz unseres Vereins waren wir es die den Protest der Basis anführten und nach zwei Demonstrationen in Hannover und Dortmund auch erreichten, dass alle Verursacher der Krise endgültig ihre Posten aufgaben, und ein Neuanfang im Verein ermöglichten. Seitdem gelten wir als kompetenter und konstruktiver Partner für Verein und Fans. Unser Wort hat Gewicht und Fehlentwicklungen, die wir ansprechen, werden in der Fanszene und im Verein ernst genommen. Wir stehen für den Erhalt der Fankultur und ihrer traditionellen Werte. Im Kampf gegen den modernen Fußball engagieren wir uns auf allen Ebenen, wir kämpfen für Stehplätze, bezahlbare Eintrittskarten für jeder Mann und die nötigen Freiheiten für alle Fans in ihren Blöcken. Wir verurteilen Rassismus und Intoleranz genauso wie staatliche Repressionen, Stadion- und Stadtverbote. Wir wollen eine lebendige und mündige Fankultur!

Wir wollen unseren Namen THE UNITY und unsere Ziele auch abseits des Fußballfeldes leben und verbreiten. Wir sind eine Einheit und stehen bedingungslos füreinander und unsere große Liebe Borussia Dortmund ein. Dies wollen wir auch durch unsere Gruppenlogos verdeutlichen. Zum einen ziert unser Wappen der Dortmunder Stadtadler mit einem BVB-Wappen, ein klares Bekenntnis zu Stadt und Verein. Daneben nutzen wir noch die Silhouette der ehemaligen BVB-Legende August Lenz, dem ersten Nationalspieler unserer Borussia. Diese steht symbolisch für unser Bekenntnis zur ruhmreichen Tradition unseres Vereins, dessen Wohl all unser Handeln bestimmt. Dieser Tradition sind wir verpflichtet und es gilt auch in schwierigen Zeiten für diese Werte einzustehen.
Wenn auch ihr Interesse an einer Mitgliedschaft bei THE UNITY habt, dann kommt zur ersten Kontaktaufnahme zu unserem Büdchen unter der Südtribüne! Hier findet Ihr einen ersten Anlaufpunkt und bekommt einen Ansprechpartner zugewiesen.
Wir halten fest und treu zusammen.



