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Vorerst keine Rückkehr auf die Südtribüne

Hallo Borussen,

mit Inkrafttreten der aktuellen Corona-Schutzverordnung in Nordrhein-Westfalen haben wir uns erneut zusammen gesetzt und unseren Umgang mit den neuen Gegebenheiten besprochen. THE UNITY wird zu den Liga-Spielen vorerst nicht in organisierter Form auf die Südtribüne zurückkehren. Dies betrifft neben den Heimspielen im Oktober auch das Auswärtsspiel in Bielefeld.

Zwar ist der Sprung von 25.000 auf 67.000 Zuschauer als weiterer Schritt in die richtige Richtung anzusehen, allerdings stellt vor allem eine nur zur Hälfte ausgelastete Südtribüne zum jetzigen Zeitpunkt nicht die richtigen Rahmenbedingungen für die Rückkehr unserer Gruppe dar.

Zudem sind für die Beschränkung auf 50% der Stehplätze aus unserer Sicht inzwischen mehr symbolpolitische als pandemische Aspekte verantwortlich. Dass eine Vollauslastung in der jetzigen Situation keine Utopie ist, zeigt hier u.a. der Blick nach Bayern. Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, betrifft dies auch den Großteil der Nachbarländer, sodass unser Auswärtsspiel in Amsterdam bei Vollauslastung stattfinden kann und dementsprechend auch von unserer Gruppe besucht wird. Gleiches gilt nach dem jetzigen Stand auch für die Heimspiele im Europapokal, da hier durch die Verordnung ebenfalls keine Beschränkung der Zuschauerzahl stattfindet.

Unsere Idealvorstellung bleibt weiterhin, dass wir auch zu den Bundesliga-Heimspielen in ein ausverkauftes Westfalenstadion als Gruppe zurückkehren und unsere Mannschaft wie vor der Pandemie auf einer vollen Südtribüne anfeuern können.

Wir behalten uns allerdings vor, die Entwicklungen weiter zu beobachten und die Lage bei Inkrafttreten neuer Verordnungen neu zu bewerten.

ZURÜCK ZUR NORMALITÄT – ZURÜCK ZU VOLLEN STADIEN!


Nachtrag zum Heimspiel gegen Lissabon

Das zweite Gruppenspiel unseres Ballspielvereins am Dienstagabend brachte nicht nur einen hart erkämpften Heimsieg gegen Sporting Lissabon mit sich, sondern auch viel Ärger und Befremden über das Vorgehen der Vereinsoffiziellen. Die Entfernung eines Spruchbands auf der Südtribüne ist bis dato beispiellos, was sich leider nahtlos in das Bild einfügt, dass die Vereinsführung in den letzten Wochen abgibt – Stichwort Europacuptrikot. Es macht fassungslos, wie unverforen man beim BVB auf Zuruf der UEFA ein ganzes Aufgebot von Ordnern losschickt, um ein mit keinem Wort beleidigendes oder anstößiges Banner einzukassieren. Für die Führungsriege eines der größten und traditionsreichen Vereine im deutschen Fußball ist dieses unterwürfige Verhalten gegenüber dem UEFA-Präsidenten schlichtweg peinlich.

Wieder einmal drängt sich vielen Borussen der Eindruck auf, dass die vielbeschworene Nähe zu den Fans nur Fassade ist, die sofort bröckelt, sobald Geschäftsinteressen vermeintlich bedroht sind. Wichtiger ist offensichtlich, es sich nicht mit den Big Playern zu verscherzen und sich für die Zukunft alle Optionen offen zu halten. Uns bestärken die Ereignisse von Dienstagabend nur darin, mit unserer Kritik genau richtig zu liegen. Deshalb verweisen wir noch einmal auf die Stellungnahme, die wir zusammen mit der Südkurve München veröffentlicht haben und die aufzeigt, warum die unselige Reform der Champions League nur für noch mehr Eintönigkeit auf internationalem Parkett sorgen wird.

Letztlich war der ganze Aufwand übrigens umsonst, denn nach der Pause war die entscheidende Botschaft wieder auf der Südtribüne zu lesen: STOP UCL REFORMS!


Stop UCL Reforms!

Das Gespenst der Super League war im letzten Frühjahr fast so schnell verflogen wie es aufgetaucht war. In seinem Windschatten und weitgehend unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit wurde von den UEFA-Gremien aber eine Reform der Europapokalwettbewerbe durchgewunken, die beinahe die gleichen Ziele wie die Super League verfolgt: Mehr Geld und Planungssicherheit für einige wenige Vereine.

Warum lehnen wir diese Reform ab?

  • Die europäischen Wettbewerbe werden unnötig aufgebläht
    In der Champions League sollen zukünftig alle Mannschaften 10 statt 6 Gruppenspiele absolvieren. Ganz abgesehen von der Mehrbelastung für die Spieler wird es für uns Fans mehr bedeutungslose Spiele geben. Die spannenden KO-Spiele, denen wir allen entgegenfiebern, nehmen prozentual ab.

  • Der neue Modus raubt zusätzlich die Spannung
    Die UEFA will das Schweizer Modell einführen. Es spielen zwar nicht alle Mannschaften gegeneinander, aber alle Vereine werden in einer großen Tabelle geführt. Die ersten 8 qualifizieren sich fürs Achtelfinale, die Plätze 9-24 müssen in die Play-Offs. Nach 10 Spieltagen scheiden also lediglich 33% der Mannschaften aus. Im alten Modus waren nach 6 Spieltagen immerhin 50% aus der Königsklasse ausgeschieden.

  • Die sportliche Qualifikation wird teilweise ausgehebelt
    Spielen in der Champions League schon lange nicht mehr nur die Champions der eigentlichen Nationen soll nun auch für große Vereine mit völlig verkorkster Saison ein Hintertürchen eingebaut werden und zwei Wildcards basierend auf früheren Erfolgen vergeben werden

  • Die gesamte Reform geht zu Kosten des nationalen Wettbewerbs
    Mehr sichere Einnahmen für die großen Klubs bedeutet, dass die Schere in den heimischen Ligen immer weiter auseinander geht. Serienmeister und klar segmentierte Ligen sind die Folge.

Wir Fans wünschen uns mehr Spannung in den nationalen Ligen, keine Zwei- oder Dreiklassengesellschaften. Europäische Spiele sollen Highlights bleiben, denen man wochenlang entgegenfiebert.

Dafür braucht es Reformen, aber die müssen in eine andere Richtung gehen. Die Zahl der Gruppenspiele darf keinesfalls erhöht werden. Eine Qualifikation zu den europäischen Wettbewerben darf nur auf dem sportlichen Weg über die Vorsaison möglich sein. Die Europapokalteilnehmer müssen mehr Geld an ihre nationalen Mitbewerber abgeben.

So kommen wir in Europa und Deutschland langsam zurück zu dem spannenden sportlichen Wettbewerb, den wir alle sehen wollen.

SÜDTRIBÜNE DORTMUND
SÜDKURVE MÜNCHEN


ZURÜCK ZU VOLLEN STADIEN

Hallo Borussen,

die neue Saison hat begonnen und es ist nun bereits die dritte Spielzeit, die von den Auswirkungen der Corona-Pandemie wesentlich beeinflusst wird. Nach fast einer gesamten Saison vor leeren Rängen, wurde nun zum ersten Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt die „Rückkehr der Fans“ gefeiert.

Natürlich ist es positiv, dass wenigstens 25.000 Fans die Heimspiele im Westfalenstadion wieder besuchen können. Nach über 1,5 Jahren ist alleine die Möglichkeit, die Spiele der Borussia im Stadion zu verfolgen, viel wert. Insofern ist es nur logisch, wenn diese von Teilen der Südtribüne auch wahrgenommen wird. Fraglich ist also weniger das Hier und Jetzt, sondern vielmehr der Ausblick auf die kommenden Monate. Während das öffentliche Leben weitestgehend wieder stattfindet und in vielen Bereichen ein Normalzustand zumindest angestrebt wird, ist rund um die Fußballstadien der Deutschen Profiligen ein Flickenteppich aus Restriktionen wahrzunehmen. An eine wirkliche Rückkehr der Fans und der lebendigen Fankultur, wie sie vor der Pandemie in den Stadien gelebt wurde, ist unter diesen Umständen noch nicht zu denken.

Um es ganz klar zu stellen: Es geht hierbei nicht darum, die ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehen während der Pandemie zu bewerten. Die Südtribüne Dortmund ist ab Tag 1 verantwortungsvoll mit der Situation umgegangen und hat sich solidarisch gegenüber denen verhalten, für die eine Infektion eine große Gefahr bedeutet hätte. Spiel für Spiel haben wir uns auf kleine Runden verteilt und den Pokalsieg, drei Derbysiege und den Abstieg der Schalker vor dem Fernseher verfolgt.

Mit Ende der Geister-Saison 20/21 wurden in Anbetracht sinkender Infektionszahlen und Impf-Prognosen auch in Deutschland die Gespräche bzgl. einer Zuschauerzulassung aufgenommen. Wie eingangs erwähnt, ist mit dem aktuellen Zustand zumindest ein erster Schritt unternommen, allerdings lässt der Vergleich zu anderen Ländern auch eine nicht unerhebliche Diskrepanz erkennen. Während man hierzulande im Schachbrettmuster verteilt auf den Tribünen sitzt, zeigt der Blick nach Frankreich, Dänemark oder England volle Fankurven und Bilder, die in die Zeit vor der Pandemie zurückversetzen.

Wir haben in unserem Statement zu Saisonbeginn Perspektiven und den erkennbaren Willen für die Rückkehr zur Vollauslastung eingefordert. Zum jetzigen Zeitpunkt nehmen wir zwar Debatten über veränderte Gegebenheiten wahr, jedoch gehen diese weiterhin mit wesentlichen Einschränkungen und zum Teil nicht nachvollziehbaren Reglementierungen einher. Der erkennbare Wille, den Normalzustand zu erreichen, fehlt weiterhin und eine wirkliche Perspektive zeigt sich nur bedingt.

Natürlich wird es auf dem Weg zurück zur Normalität nicht ganz ohne Kompromisse funktionieren. Allerdings dürfen sich diese nicht zum Dauerzustand entwickeln, wenn die pandemische Lage auch Alternativen zulässt. Dauerhaft zu erfüllende Auflagen, wie das Vorzeigen eines aktuellen Impfnachweises und des Personalausweises am Eingangstor, widersprechen unserer Vorstellung des Stadionbesuchs doch immens. Hier sehen wir auch die Gefahr des aktuell diskutierten 2G-Modells. Sofern sich dieses Konzept deutschlandweit in den Fußballstadien etabliert, ist es schwer vorstellbar, dass in der Zukunft von dieser Regelung wieder Abstand genommen wird. Hier könnte sich der Stadionbesuch durch die Bürokratie, Einlassprozedere und im schlechtesten Fall dauerhaft personalisierte Eintrittskarten nachhaltig verändern.

Eine Rückkehr der Fans erfordert Freiheiten, wie wir sie vor der Pandemie kannten. So zeigt beispielsweise der Blick nach Österreich ein seit Saisonbeginn funktionierendes 3G-Konzept mit vollen Stadien. In Dänemark fallen zum 10.09.2021 sämtliche Beschränkungen, sodass hier keinerlei Auflagen für den Stadionbesuch mehr bestehen.
Eine Rückkehr der Fans fordert allerdings auch den Mut der Entscheidungsträger, den Weg zurück zur Normalität zu ebnen. Hier geht der BVB leider nicht mit dem besten Beispiel voran, der durch das Festhalten an der 2G-Regelung eine noch größere Hürde für den Stadionbesuch schafft, als sie vom Gesetzgeber aktuell vorgeschrieben ist.

Beim BVB und im Allgemeinen gilt es, das Ziel des Normalzustandes in den Stadien wie vor der Pandemie in den Fokus zu rücken und dabei den Mut aufzubringen, die dafür gegebenen Möglichkeiten auszuschöpfen. Volle Stadien ohne Abstände, Masken oder Kontaktverfolgungen – für eine lebendige Fankultur!


Saisonstart

Es ist mittlerweile eineinhalb Jahre her, dass wir zum vorerst letzten Mal Seite an Seite im Stadion standen und unsere Mannschaft mit wehenden Fahnen und lauten Gesängen nach vorne getrieben haben. Was jahrelang einen großen Teil unseres Lebens bestimmt hat, wurde durch die Pandemie auf einen Schlag beendet. Etablierte Treffpunkte waren monatelang verwaist und es war kaum möglich, uns wie gewohnt in großer Personenzahl zu versammeln. Unsere Fanszene hat die pandemiebedingten Einschränkungen wie die Durchführung von Geisterspielen allerdings stets verantwortungsvoll hingenommen – immer unter der Prämisse, dass dieser Zustand irgendwann sein Ende finden wird.

Nun steht am kommenden Wochenende der Start der Bundesliga-Saison an und die Vorzeichen für die neue Spielzeit haben sich nicht grundlegend geändert. Teilzulassungen von Zuschauern sind zwar ein Fortschritt gegenüber komplett leeren Rängen, aber das Stadionerlebnis, wie wir es kennen und lieben, ist auch unter diesen Bedingungen nicht möglich. Leider geben die neuesten Beschlüsse aus der Politik ebenso wenig Aussicht darauf, dass das Westfalenstadion und die anderen Spielorte in absehbarer Zeit wieder vollständig gefüllt sein werden.

Was uns in der gegenwärtigen Situation vollkommen fehlt, sind der konkrete Wille sowie Perspektiven vonseiten der Entscheidungsträger, Großveranstaltungen im Freien überhaupt wieder zu ermöglichen. Aktuell scheint es fast, als würden wir in eine Endlosschleife geraten, bei der Beschränkungen mit immer neuen Begründungen aufrechterhalten werden. Angesichts der zunehmenden Impfquote, der inzwischen nahezu freien Verfügbarkeit von Impfstoffen sowie umfangreicher Testkapazitäten ist eine kategorische Beschränkung von Zuschauerzahlen aus unserer Sicht mittelfristig nicht mehr haltbar.

Gerade der Blick auf Nachbarländer wie Österreich, Dänemark oder die Niederlande zeigt, dass eine Rückkehr zur Normalität kein Ding der Unmöglichkeit ist. Wir fordern, dass auch hierzulande endlich eine klare Aussicht auf eine möglichst zeitnahe Rückkehr aller Zuschauer in die Stadien geschaffen wird. Dabei muss der Status vor der Pandemie das Ziel sein – inklusive voller Gästekontingente von 10 Prozent der Karten!

Mit einem kritischen Blick werden wir die weitere Entwicklung beobachten. Dabei positionieren wir uns langfristig klar gegen die Personalisierung von Eintrittskarten, eine Sitzplatzpflicht in Stadien sowie jegliche anderen Maßnahmen, die seitens der Behörden und der Politik unter dem Deckmantel der Pandemiebekämpfung ins Spiel gebracht werden.

SÜDTRIBÜNE DORTMUND


VORSPIEL

Vorspiel
Vorspiel 195
Freiburg

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